Die Marathonstrecke ist definitiv die Lieblingsdistanz vom Ralf Klink. Und den Hamburg Marathon steht in seiner Rangliste seiner Lieblingsläufe auf einem der obersten Plätze. Seit langem ist der Rheudommtrombler vom TSV Goddelau dort Stammgast. So bestand für ihn kaum ein Zweifel, dass er auch im Jahr 2006 am Rennen durch die Hansestadt teilnehmen würde. Die Anmeldung hatte er schließlich schon im vergangenen Herbst abgeschickt. Doch Meniskusverletzung und -operation zum Jahresbeginn ließen den gewohnten Start plötzlich ziemlich fraglich erscheinen. Trotz längerer Pause und für eine Marathonvorbereitung beinahe schon zu geringen Trainingsumfängen entschloss sich der Goddelauer dann doch dazu anzutreten. Allerdings einzig und allein mit der Vorgabe: Locker Durchlaufen. Über eine Stunde langsamer als bei seiner Bestzeit vor elf Jahren trabte der Marathonspezialist aus dem Ried dann auch in 3:54:01 ins Ziel und sicherte sich seine inzwischen siebzehnte Hamburg Marathon Medaille. So hatte der Rheudommtrombler allerdings auch eine Stunde mehr Zeit um die bekannt gute Stimmung an der Strecke zu genießen, bei der von den angeblich spröden Norddeutschen nichts zu spüren ist. Bei über 16000 Teilnehmern in der Hansestadt wurde er mit seinem Ergebnis immerhin auch noch in der vorderen Hälfte des Feldes registriert.
Man nennt sie gelegentlich auch die lebenden Fossilien der Laufszene, die Rennen über 25 Kilometer. Noch sind sie nicht völlig ausgestorben, doch zu den bedrohten Arten gehören sie inzwischen schon. Die Evolution im Laufbereich hat in den letzten Jahren eindeutig den Halbmarathon als bestimmende Spezies heraus gebildet. Fast jeder Veranstalter, der heute ein Rennen über eine Distanz oberhalb der zehn Kilometer und unterhalb des Marathon neu begründet, wählt nahezu automatisch die 21,1 Kilometer. Und auch etliche Organisatoren, bei denen früher einmal ein Zwanziger oder ein Fünfundzwanziger auf dem Programm stand, sind im Zuge des allgemeinen Marathonbooms inzwischen zu dessen halb so langen, kleinen Bruder übergelaufen. Der Osterlauf in Jügesheim ist einer der wenigen verbliebenen Wettkämpfe über die etwas längere Distanz, die sich eigentlich als ideale Vorbereitung für einen später folgenden Marathon anbietet. So haben dann auch einige der im Rodgau laufenden Rheudommtrombler in den nächsten Wochen Ambitionen auf die klassischen 42,195 Kilometer. Jens Schrejma aus Erfelden z.B. plant Mitte Mai in Würzburg an den Start zu gehen. Mit 1:55:08 war der Erfelder der Schnellste der Lauftreffler an diesem Tag. Eine Leistung, die ihn noch klar ins erste Viertel des über vierhundert Köpfe umfassenden Feldes brachte. Mehrere Kilometer lang liefen am Anfang des Rennens die Vereinskameraden beim TSV Goddelau Ralf Klink und Peter Ecker-Pulz nebeneinander. Doch dann zog Ecker-Pulz langsam an, um mit 1:57:51 noch klar unter der Zwei-Stunden-Marke ins Ziel zu kommen, während Ralf Klink seinen Lauf im für den am Folgewochenende stattfindenden Hamburg-Marathon geplanten Tempo locker fortsetzte. Nach 2:12:40 wurde der Goddelauer von den Zeitnehmern registriert. Marion Bünger begnügte sich dagegen mit dem ebenfalls ausgeschriebenen Rennen über zehn Kilometer. In 44:48 blieb die Crumstädterin als siebzehnte von fast einhundert Frauen und Vierte der W40 wieder einmal unter fünfundvierzig Minuten.
Richtig zahlreich sind sie in Hessen nicht, die echten Bergläufe, bei denen man im Tal startet und auf einem Gipfel ins Ziel kommt. Nur wenige Vereine trauen sich an die Ausrichtung eines solchen Ereignisses heran, das zugegebenermaßen mit wesentlich größerer logistischem Aufwand verbunden ist, als wenn sich Start und Ziel am gleichen Ort befinden. Doch schon zum siebzehnten Mal richteten die TSG Oberursel und der TV Oberstedten ihren Feldberglauf aus. Rund sechshundert Meter sind es auf den gut zehn Kilometern vom Ortrand von Oberursel bis hinauf zum Großen Feldberg, dem höchsten Gipfel des Taunus. Glück mit dem Wetter gehört bei einem Lauf auf einen Berg sicher dazu. Und über die Witterung konnten sich weder Organisatoren noch die etwa vierhundert Teilnehmer wirklich ernsthaft beschweren. Aprilwetter mit bedecktem Himmel und Regenschauern hatte die Vorhersage für diesen Sonntag gelautet. Aber zum Startschuss um zehn Uhr lachte die Sonne zwischen nur vereinzelten Wolken hervor. Eigentlich ideale Bedingungen für gute Zeiten, wären da nicht noch einige größere Eisplatten im oberen Teil der Strecke gewesen. Doch daran lag es nicht, dass die beiden Bergspezialisten aus den Rheudommtrombler-Lauftreff nicht an ihre früheren Leistungen anknüpfen und den Feldberggipfel unter einer Stunde erreichen konnten. Denn sowohl Ralf Klink vom TSV Goddelau wie auch der für die LG Biebesheim-Eschollbrücken-Crumstadt laufende Erfelder Heinz Pfeifer sind nach längeren Verletzungspausen noch ein ganzes Stück von ihrer Topform entfernt. Während der Goddelauer nach 1:05:24 die Ziellinie überlief, benötigte der zwölf Jahre ältere Pfeifer 1:06:16, was für beide einen Platz im Mittelfeld bedeutete.
Eine ungünstige Konstellation ist es schon, dass fast jedes Jahr der Citylauf in Griesheim und der Ultralauf in Eschollbrücken am gleichen Wochenende stattfinden. Nur wenige starten schließlich sowohl am Samstag wie auch am Sonntag. Sicherlich versucht man im Pfungstädter Ortsteil mit einer sogar über den Marathon hinaus gehenden Distanz von fünfzig Kilometern auch überregional Zuspruch zu erhalten. Doch der Großteil der Starter ist dort halt dennoch auf der ebenfalls ausgeschriebenen halb so langen Strecke unterwegs und stammt auch aus der Region. So nehmen sich die beiden benachbarten Veranstalter immer irgendwie gegenseitig die Teilnehmer weg. Während man in Griesheim am Vortag dann auch ein ansehnliches Rheudommtrombler-Kontingent am Start sah, traten in Eschollbrücken nur zwei aus dem Lauftrefflager über die fünf Runden der fünfundzwanzig Kilometer an. Und beide waren zudem nicht wirklich im Vollbesitz ihrer Kräfte. Sowohl bei Marion Bünger wie auch bei Peter Ecker-Pulz drückten nicht vollständig abgeklungene Erkältungen die Leistung doch etwas nach unten. Die Crumstädterin, die dank der Anfang des Jahres neu gegründeten Startgemeinschaft ihres TV mit dem TSV Eschollbrücken-Eich praktisch ein Heimspiel hatte, kam mit 2:07:44 dennoch bis auf zwei Minuten an ihre Vorjahreszeit heran, musste aber zugeben, dass an diesem Tag einfach nicht mehr drin war. Immerhin konnte sie damit den zweiten Platz in der W40 erlaufen. Peter Ecker-Pulz, für den TSV Goddelau laufender Gernsheimer, kämpfte sich ebenfalls mit Erkältungsnachwirkungen über die Strecke und hatte sein Rennen fast auf die Sekunde genau elf Minuten vorher beendet. Etwas schneller als die 1:56:47, mit der er am Ende gestoppt wurde, hätte sich der M45er seine Endzeit dann schon vorstellen können. Allerdings sorgte auch der nach einer durchregneten Nacht ziemlich aufgeweichte Boden für zusätzliche Erschwernis.
Es gibt sicher nicht viele Waldwege, auf denen man so viele Markierungen am Boden findet wie auf denen rund um das Niederrodenbacher Waldstadion. Die Zeichen gehören zu den vielen unterschiedlichen Laufstrecken, die hier über nahezu alle Standarddistanzen auf den Forststraßen heraus gemessen sind. Sie bieten sich nämlich geradezu perfekt für Laufwettkämpfe an. Größtenteils asphaltiert und dennoch verkehrsfrei, dazu topfeben, vollkommen im Wald und dadurch ziemlich windgeschützt - eben schnell und geeignet für Bestzeiten. Angesichts der vielen fest gekennzeichneten Distanzen müssen die Organisatoren der im Wald stattfindenden Veranstaltungen dann schon höllisch aufpassen, die Kilometerschilder auch wirklich an der richtigen Markierung aufzustellen. Ein Farben- und Formensystem erleichtert allerdings die Sache doch ein wenig. Je nach Distanz gelten gelbe, grüne oder blaue Kreise, Recht- und Dreiecke. So sind die zehn Kilometerpunkte des meist Ende März gelaufenen "schnellen Zehners" der TGS Niederrodenbach zum Beispiel grün. Rheudommtrombler Ralf Klink vom TSV Goddelau kamen die Abstände zwischen ihnen diesmal allerdings erheblich länger vor als vor einem Jahrzehnt, als er auf der gleichen Strecke seine heute noch gültige Bestzeit erzielte. Rund zehn Minuten langsamer als damals war die 45:15, nach denen er 2006 ins Ziel kam. Doch bei nach einer Meniskusoperation deutlich reduziertem Training und zudem mit einer beginnenden Erkältung musste der Langstreckenspezialist am Ende mit dem Ergebnis zufrieden sein.
Wenn Mitte März die Temperaturen immer noch kaum die Null-Grad-Marke überbieten, sehnt sich wohl fast jeder danach, dass es endlich Frühjahr wird. Auch unter den Läufern gibt es kaum jemanden, der sich nicht darauf wartet, Handschuhe und Kappe endlich im Schrank lassen zu können, um einfach mit kurzen Hosen los zu traben. Doch auch beim Offenbacher Volkslauf sah die Ausstattung der Teilnehmer eindeutig nach Winterlaufserie und nicht nach einem Frühlingsrennen aus. Petrus hatte nämlich nicht nur vergessen die Heizung anzustellen, nein er hatte auch noch zusätzlich den Ventilator eingeschaltet. Ein kräftiger Nordostwind sorgte dafür, dass sich die Temperaturen noch um einiges eisiger anfühlten. Und als die Sonne dann doch die Kraft aufbrachte, das Quecksilber in positive Werte zu heben, waren die Auswirkungen für die gut 120 Starter des zehn Kilometer langen Rennens auf der Offenbacher Rosenhöhe auch eher negativ. Denn die Aschenbahn, auf der sich Start und Ziel befanden und die in der Mitte des Zwei-Runden-Kurses durch den angrenzenden Wald noch ein weiteres Mal umlaufen werden musste, taute zwar an der Oberfläche, die Nässe konnte aber durch die noch gefrorene Unterschicht nicht versickern. Und so verwandelte sich der Boden dort in zentimetertiefen, roten Matsch. Ob es an diesem seifigen, kräftezehrenden Untergrund lag, dass Ralf Klink vom TSV Goddelau mit 45:15 die Marke fünfundvierzig Minuten diesmal noch nicht unterbieten konnte, sei dahingestellt. Zumindest zeigte der Rheudommtrombler zehn Wochen nach einer Meniskusoperation schon wieder ansteigende Form und landete auf Gesamtrang 41 immerhin im ersten Drittel des Feldes.
Der Groß-Gerauer Frühjahrslauf ist fast jedes Jahr neben der Marathonstaffel in Mörfelden der Wettkampf, bei dem die meisten Rheudommtrombler gleichzeitig unterwegs sind. Obwohl der Name eigentlich Etikettenschwindel ist, denn das Rennen findet traditionell am Fastnachtssamstag statt. Und da ist es oft noch ziemlich ungemütlich. Auch diesmal herrschten bei Temperaturen im tiefen einstelligen Bereich und teilweise frischem Ostwind alles andere als frühlingshafte Witterungsbedingungen. Doch die Kreisstadt liegt für die Lauftreffler nicht nur fast vor der Haustür. Der Frühjahrslauf bietet auch definitiv eine der schnellsten Strecken der Region, zudem noch im wettkampfarmen Winter. So waren es dann auch rund ein Dutzend Rheudommtrombler, die sich auf die flachen zehn Kilometer vom Woogsdamm aus durch den Groß-Gerauer Wald machten. Wie nicht anders zu erwarten kam Jürgen Zehnder als Erster von ihnen von der großen Runde zurück. Lange Zeit hielt sich der Crumstädter im Trikot des TSV Pfungstadt in einer rund zehnköpfigen Gruppe, die sich hinter dem klar führenden späteren Sieger zusammengefunden hatte. Erst auf den letzten Kilometern fiel dieser Pulk nach und nach auseinander. Zwar konnte Jürgen Zehnder das Tempo an der Spitze des Pulks nicht mehr ganz mitgehen, doch als Sechster des Gesamteinlaufes lief er mit 33:27 seine seit langem schnellste Zeit. Platz drei in der M30 sprang für den Rheudommtrombler ebenfalls noch heraus. Markus Herrmann, Vereinskollege beim TSV Pfungstadt, legte die zehntausend Meter gar so flott wie nie zuvor zurück. Seine Vorgabe einer Zeit unter achtunddreißig Minuten erfüllte der Crumstädter in 37:26 voll und ganz. Fast exakt zwei Minuten (39:27) später war Karl Auernhammer aus Erfelden als dritter und letzter Rheudommtrombler unter der Vierzig-Minuten-Marke im Ziel. Von der ist Lauftreff-Neuzugang Holger Pichl zwar noch ein Stück entfernt. Doch nach 41:37 war der Stockstädter dieser magischen Grenze wieder ein wenig näher gekommen. Auch Udo Graf, wie Pichl für die BSG Merck unterwegs, lieferte mit 42:17 eine für seine Verhältnisse solide Leistung ab. Peter Ecker-Pulz vom TSV Goddelau hat jedenfalls zur Zeit keine Chance gegen den Erfelder. Wie schon zwei Wochen zuvor beim Halbmarathon musste er sich nach 43:10 im internen Duell auch diesmal wieder geschlagen geben. Gerade einmal neunzehn Sekunden lagen die drei ältesten Teilnehmer des Lauftreffs in Groß-Gerau auseinander. Gerd Ziegler mit sechzig Jahren der "Jungspund" des Trios war nach 46:25 im Ziel. Fünfzehn Sekunden später hatte Harald Mann die Altersklasse M70 in überzeugender Manier gewonnen. Und Rolf Heiliger mit 46:44 schloss als Vierter der M65 den Rheudommtrombler-Dreierpack ab. So langsam wie nie zuvor auf einer ebenen Strecke war dagegen Ralf Klink vom TSV Goddelau unterwegs. Dennoch strahlte er nach dem Zieleinlauf. Denn nur knapp zwei Monate nach einer Meniskusoperation lief der Langstreckenspezialist den Zehner "einfach so" und völlig ohne Wettkampfambitionen mit, war froh beschwerdefrei durchgekommen zu sein. Bei einer angepeilten Zeit von fünfzig Minuten wurde er von seiner 47:40 ziemlich positiv überrascht. Genau diese Marke von fünfzig Minuten hatte auch Gert Ettner bei seinem ersten Wettkampf überhaupt im Auge. Und obwohl der Crumstädter in der offiziellen Liste mit 50:02 verzeichnet ist, hatte er aufgrund einer Startverzögerung von etwa zwanzig Sekunden im knapp fünfhundert Teilnehmer starken Feld sein Ziel sehr wohl erreicht. Nur den Einsatz bei der Marathonstaffel im Januar hat ihm Carolin Hoffmann voraus. Deshalb lief auch sie erstmals in einem Einzelrennen und hatte dieses nach 51:18 beendet. Zwar nicht wirklich zum Lauftreff gehört die in Eberstadt trainierende Hermine Babinsky. Da sie aber bei Mannschaftswettkämpfen immer auch einmal für die Rheudommtrombler antritt, sei auch ihr Ergebnis von 50:30 erwähnt.
"Nach einem Crosslauf muss man verspritzt sein bis ins Genick" - eine Äußerung, mit der Läufer gelegentlich die Zustände bei den Querfeldeinrennen des Winterhalbjahrs beschreiben. Für den Wolfskehler Crosslauf gilt sie allerdings meist nicht. Denn die Bodenverhältnisse, die dem dortigen Sportgelände den Namen "An der Sandkaute" beschert haben, sorgen in der Regel dafür, dass sich Nässe nicht allzu lange halten kann. Und wenn wie in diesem Jahr auch noch Sonnenschein und Temperaturen weit über der Zehn-Grad-Marke hinzu kommen, ist es mit dem sonst üblichen Matsch nicht weit her. Doch trotz des frühlingshaften Wetters und des trockenen Untergrunds waren die Wolfskehler Wettkämpfe natürlich auch in diesem Jahr ein echter Cross. Dafür sorgt dann schon der berüchtigte Müllberg, der in jeder Runde zu erklettern ist und dabei von Mal zu Mal länger zu werden scheint. Viermal mussten sich die über vierzigjährigen Herren dort hinaufarbeiten. Und wie nicht nur die Altersstruktur der Rheudommtrombler sondern auch die der gesamten Laufszene vermuten ließ, war hier das stärkste Feld unterwegs. Gleich sieben Lauftreffler wollten dabei die Distanz von 6100 Metern bewältigen. Bis fast zum letzten dieser Meter war es dabei nicht klar, wer von ihnen als Erster ins Ziel kommen würde. Denn nachdem Jörg Pommeranz vom TSV Goddelau in der Anfangsrunde ordentlich Gas gegeben hatte, kam der Erfelder Karl Auernhammer in der Folgezeit immer dichter an ihn heran. Am Ende konnte er die Lücke dann aber doch nicht mehr ganz schließen und in 24:36 bzw. 24:40 liefen die Beiden direkt nacheinander ins Ziel. Zwischen den anderen Rheudommtromblern gab es dann allerdings doch erhebliche Verschiebungen. Während zum Beispiel Hans Polensky einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und Platz um Platz nach hinten durchgereicht wurde, um den Wettkampf in für ihn eher schwachen 29:37 zu beenden, lief Rolf Heiliger ein sehr gut eingeteiltes Rennen, das dem Crumstädter nach 28:51 den zweiten Rang in der Klasse M65 einbrachte. Ein Platz, auf dem anfangs Dieter Heymer, Altersklasse- und Vereinskamerad von Heiliger, lag. Allerdings fehlt ihm in seiner erst zweiten Saison noch einiges dessen zu dessen fast dreißigjähriger Erfahrung bei der Tempogestaltung. Und so musste Heymer in 29:39 mit dem dritten Platz vorlieb nehmen. Gerd Ziegler war zwar mit 28:18 noch schneller, ist allerdings auch ein wenig jünger. So blieb ihm in der M60 schließlich nur Position fünf. Seit Anfang des Jahres ist Heinz Pfeifer nun auch Clubkollege der drei Crumstädter. Der TSV Eschollbrücke, für den der Erfelder schon seit Jahren startet, ist nämlich eine Startgemeinschaft mit dem TV Crumstadt und dem TV Biebesheim eingegangen. LG BEC steht nun auf den gemeinsamen Trikots. Und nur für die Mannschaft trat Pfeifer, der eigentlich nicht laufen wollte, dann doch an die Startlinie. Bei seiner 29:09 merkte man ihm allerdings auch an, dass er nach mehreren Verletzungs- und Krankheitspausen in den letzten Monaten, noch nicht wieder richtig in Schwung ist. Als Mittelstreckler nur zweimal den Kurs umrunden musste Markus Herrmann, was eine Strecke von 3100 Metern ergab. Der mit achtzehn Jahren mit Abstand jüngste Rheudommtrombler wurde damit immerhin Vierter bei der männlichen Jugend A und sicherte sich in 10:44 zudem den Titel bei den in die Veranstaltung integrierten Bezirksmeisterschaften. Einziger Vertreter des Lauftreffs im abschließenden Lauf der "jüngeren" Männer über 7,6 Kilometer. Wie Herrmann im Trikot des TSV Pfungstadt laufend fand er sich sehr schnell ohne direkte Konkurrenz auf einem sicheren dritten Gesamtplatz. Weder nach vorne noch nach hinten bestand zu irgendeiner Phase des Rennens eine echte Möglichkeit bzw. Gefahr. Und so spulte der Crumstädter seine Runden in 25:54 sicher herunter, womit er die Klasse M30 klar für sich entscheiden konnte.
Gleich dreizehn mal im Jahr können sich die Langstreckler in Mörfelden zu Laufveranstaltungen treffen. Sicherlich ist die LG Mörfelden-Walldorf damit einer der eifrigsten Ausrichter der Region. Zwar sind es hauptsächlich die Termine der Winterlaufserie ohne echten Wettkampfcharakter, durch die diese Zahl zustande kommt. Zweimal jedoch darf und soll man auch in Mörfelden während des Winters schnell laufen. Da gibt es zum einen die Marathonstaffel im Januar, bei der vier Läuferinnen oder Läufer sich die klassischen 42,195 Kilometer gerecht aufteilen. Und da ist zum anderen der Halbmarathonlauf Mitte Februar. Die Zahl der Rennen über diese Distanz ist so früh im Jahr nicht gerade zahlreich. Dazu ist die Strecke durch den Mörfelder Wald auch nahezu völlig eben und bietet so durchaus die Chance zu guten Zeiten. Kein Wunder also, dass auch in diesem Jahr rund 450 Läuferinnen und Läufer im Ziel registriert werden konnten. Gleich fünf Rheudommtrombler trugen zu diesem Wert bei. Und für zwei spannende interne Duelle sorgten sie zudem. Aus der ersten der beiden zu durchlaufenden Runden kam Peter Ecker-Pulz, der für den TSV Goddelau laufende Gernsheimer, als Erster des Quintetts zurück. Doch noch in Sichtweite dahinter lief auch der Erfelder Udo Graf. Und während Ecker-Pulz auf den letzten Kilometern Sekunde um Sekunde verlor, drehte der Erfelder immer weiter auf und passierte den Konkurrenten aus dem eigenen Lager, um mit 1:35:06 die ersten Hundert nur knapp zu verpassen. Peter Ecker-Pulz folgte nach 1:36:53 etwa zwanzig Plätze dahinter. War dieser Zweikampf schon ein Stück vor den Ziel entschieden, endete das zweite Duell praktisch erst direkt auf der Linie. Herbert Schilz vom TSV Goddelau war eigentlich ganz gut unterwegs, als er sich eine leichte Muskelzerrung zuzog und das Tempo deutlich verlangsamen musste. Von hinten näherte sich immer mehr sein Vereinskamerad Hans Polensky. Noch beim Einlauf ins Stadion betrug der Abstand fast hundert Meter. Doch fast alle Trainingskameraden hätten dennoch auf einen Sieg von Polensky gesetzt, denn der Dornheimer ist für seine unglaublichen Spurts berühmt-berüchtigt. Es kam wie erwartet. Der angeschlagene Saarländer Schilz konnte nicht gegenhalten und direkt nacheinander kamen die beiden mit 1:48:17 und 1:48:21 ins Ziel. Als einzige Frau im Rheudomtrombler-Quintett und als einzige ohne interne Konkurrenz legte Petra Seipel-Herb aus Erfelden die 21,1 Kilometer in 1:55:52 ebenfalls noch klar unter zwei Stunden zurück.
So schwer, wie er sich anhört, ist der Altköniglauf von Kronberg zwar nicht, denn der namensgebende Berg – mit knapp 800 Metern eine der höchsten Erhebungen im Taunus – wird nicht erklettert. Doch sind die Strecken an seinem Fuß auch alles andere als flach. In stetigem Auf und Ab kommen so auf der praktisch nur über Waldwege führenden Zwanzig-Kilometer-Distanz deutlich über zweihundert Höhenmeter zusammen. Eigentlich genau das richtige für Rheudommtrombler Ralf Klink vom TSV Goddelau, der deutlich lieber wellige als topfebene Kurse läuft. Doch nach mehreren kleineren Verletzungen im Frühjahr und Sommer sowie dem daraus resultierenden vermindertem Training kommt der Goddelauer zur Zeit nicht an seine frühere Leistungsfähigkeit heran. Zwar wurde der Langstreckenspezialist in 1:26:35 unter rund 250 Läuferinnen und Läufern immerhin fünfundzwanzigster, doch als Fünfter der M40 verpasste er das in Normalform mögliche Podest in seiner Altersklasse um zwei Plätze.
Die fast zweitausend Laufwillige, die sich Mitte September im Neu-Isenburger Sportpark versammelten, belegen eindrucksvoll, wie groß das Reservoir im Rhein-Main-Gebiet inzwischen ist. Und zwei Drittel der Meldungen gingen zudem noch auf dem Halbmarathon, der längeren der beiden angebotenen Strecken ein. Der kürzere Lauf über zehn Kilometer war da doch deutlich schwächer gefragt. Auch Renate und Jörg Pommeranz, für den TSV Goddelau startende Rheudommtrobler, hatten sich für die längere Distanz entschieden. Schon in den vergangenen beiden Jahren war Jörg in Neu-Isenburg dabei. Und er bewies eine wirklich bemerkenswerte Leistungskonstanz. Nach 1:26:55 und 1:26:18 lief der Goddelauer diesmal in 1:25:20 über die Ziellinie, was unter etwa 1200 Läuferinnen und Läufern im Ziel immerhin Gesamtplatz 50 bedeutete. Auch seine Frau Renate kennt den nahezu völlig flachen Kurs durch die Wälder im Süden von Frankfurt schon von einem Start vor zwei Jahren. Doch während sie damals die Zwei-Stunden-Marke unterbieten konnte, tickte die Uhr 2005 ein klein wenig schneller, als die Beine der Rheudommtromblerin liefen. Mit 2:01:49 stand jedenfalls knapp eine „Zwei“ als erste Ziffer ihrer Zeit in der Ergebnisliste.
Keine drei Wochen waren es mehr bis zur dreizehnten Austragung des Jungfrau Marathons, jenes 42,195 Kilometer langen Berglaufes mit 1800 Metern Höhenunterschied, der nicht nur als einer der schwersten sondern auch als einer der schönsten Marathons weltweit gilt, da schlug das Unwetter, das im gesamten Alpenraum große Schäden hinterließ, auch in der Jungfrau-Region heftig zu. Tagelang wurde in allen Radioprogrammen dringend davon abgeraten ins Berner Oberland zu reisen, Bahnlinien und Straßen waren unterbrochen. Auch Teile der Laufstrecke hatten Schäden davongetragen. Und so stand die Austragung des Rennens lange Zeit ziemlich auf der Kippe. Doch dank unermüdlicher Arbeit der Helfer konnte wenige Tage vor der Austragung endgültig Entwarnung gegeben werden. Sämtliche von den Überschwemmungen betroffene Stellen waren zumindest soweit geräumt, dass sie von den weit über dreieinhalbtausend Läuferinnen und Läufer problemlos passiert werden konnten. Unter diesen befand sich auch wie jedes Jahr Ralf Klink vom TSV Goddelau. Der Rheudommtrombler mit dem Faible für alpine Bergläufe ist seit acht Jahren Stammgast beim Lauf von Interlaken auf die Kleine Scheidegg und war dort trotz mangelnder Trainingsmöglichkeiten auch schon recht gut platziert. Diesmal setzte ihm das schwülwarmen Wetter allerdings ziemlich zu. An zu vielen der Steigungen auf der zweiten Streckenhälfte musste der Goddelauer gehen und verlor so wertvolle Zeit. In 4:24:47 kam er zwar noch auf Gesamtrang 509 ins Ziel, blieb aber deutlich über den selbst gesetzten Zielen. Und auch die Aussicht auf das in Wolken hängende Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau war ihm wie allen anderen in diesem Jahr versagt, was den meisten Teilnehmern allerdings angesichts der Tatsache, dass das Rennen den Unwetterschäden zum Trotz überhaupt gestartet werden konnte, ziemlich egal war.
Schon viele Male ist Ralf Klink vom TSV Goddelau auf der Zugfahrt zu Bergläufen im Baseler Bahnhof umgestiegen, ohne von der Stadt selbst viel gesehen zu haben. Und so musste der Rheudommtrombler dann auch nicht allzu lange überlegen, als in diesem Jahr erstmals ein Citymarathon am Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland ausgeschrieben wurde. Und am Ende der 42,195 Kilometer musste er seine Entscheidung nicht bereuen. Denn obwohl seine Zeit mit 3:15:07 für ihn eher durchschnittlich war, war der Lauf durch Basel und die umliegenden Gemeinden aufgrund der überraschend guten Stimmung an der Strecke sehr wohl ein Erlebnis. Allerdings landete der Marathonspezialist und –sammler mit seiner Zeit immer noch auf Gesamtrang 107 von rund zweitausend Teilnehmern. Denn Ende August, ein für einen Stadtmarathon recht ungewöhnlicher Termin, hatte sich der Sommer mit deutlich über zwanzig Grad und wolkenlosen Himmel noch einmal zurück gemeldet und bremste die Läufer vor allen Dingen auf der zweiten Hälfte dann doch deutlich.
Gehen Laufwettkämpfe über mehrere Runden, dann ist es eigentlich immer so, dass die Ersten die Letzten einholen. Und je öfter dabei im Kreis gelaufen wird, umso mehr Läuferinnen und Läufer müssen sich damit abfinden, überrundet zu werden. Die sechs Runden, die beim Rennen zum Rossdorfer Ortskernfest zu absolvieren sind, lassen dann auch über neunzig Prozent des Feldes keine andere Chance, als die Schnellsten auch unterwegs noch einmal zu bewundern – in dem Moment, wenn sie von diesen passiert werden. Insbesondere, da im vorderen Odenwald regelmäßig Laufprofis auftauchen, um sich auf die Jagd nach den ausgelobten Streckenrekordprämien zu machen. Auch diesmal standen einige von ihnen am Start. Und so war für Jürgen Zehnder von vorne herein klar, dass er nicht ganz vorne mitmischen würde. Am Ende hatte er zwar mit 33:58 über drei Minuten auf den Sieger verloren, doch konnte der Crumstädter als Gesamtvierter alle lokalen Konkurrenten auf Distanz halten und zudem Dritter in der M30 werden. Und natürlich auch große Teile des Feldes überrunden. Kurz vor seinem Zieleinlauf sammelte der Rheudommtrombler auch zwei seiner Lauftreffkameraden ein, die noch eine weitere der ziemlich welligen Runden hinter sich zu bringen hatten. Ralf Klink vom TSV Goddelau rettete sich dabei mit für ihn eher schwachen 41:19 nur knapp vor Udo Graf ins Ziel, der 41:33 benötigte. Doch der Erfelder im Trikot der BSG Merck hatte seinen Trainingspartner gar nicht registriert und war völlig überrascht, ihn nur wenige Plätze vor sich im Zielkanal stehen zu sehen. Auch Marion Bünger sah natürlich Jürgen Zehnder auf der Strecke. Dennoch erzielte die Crumstädterin das zweitbeste Ergebnis des Rheudommtroblerquartetts. Nach 46:36 lief sie als siebte Frau und Dritte ihrer Altersklasse ins Ziel mitten zwischen den Festständen ein.
„Hitze“, „Schwüle“,„Sonne“ – das sind die Vokabeln, die oft benutzt werden, wenn in Läuferkreisen die Rede auf den Bellheimer Sommernachtslauf kommt. Denn genau diese Bedingungen herrschen beim immer am ersten Samstag im August ausgetragenen Lauf über fünfundzwanzig Kilometer meist. Ja, sie gehören eigentlich sogar zur speziellen Atmosphäre der Veranstaltung dazu. Doch dieses Jahr war es völlig anders. Für Anfang August herrschten bei etwa zwanzig Grad und größtenteils bedeckter Himmel sogar nahezu optimale Laufbedingungen en. Und so konnte mit über 1300 Zieleinläufen dann der ohnehin schon hoch angesiedelte Teilnehmerrekord noch einmal klar überboten werden. Rheudommtrombler Ralf Klink vom TSV Goddelau erinnert sich da auch noch an Zeiten, in denen nicht einmal halb so viele Läuferinnen und Läufer in der Südpfalz am Start waren. Schon über zehnmal hat der Goddelauer die große Runde durch die Bellheim umgebenden Orte unter den Füßen und kann deshalb auf eine große Bandbreite von Ergebnissen verweisen. Die 1:48:57, mit denen er diesmal auf Gesamtrang 180 im Ziel war, gehören da eher zu den mittelmäßigen. Der Vorteil der guten Wetterverhältnisse wurde nämlich durch seine im Vergleich zu vergangenen Jahren deutlich schwächere Form aufgezehrt.
Nicht ganz dreitausend Meter hoch ist die Zugspitze, der höchste deutsche Berg. Doch wenn man ihn vom Tal aus in Angriff nimmt, sind es immerhin zweitausend Meter, die es bis zu seinem Gipfel zu überwinden gilt. Und genau die standen den Teilnehmern des Zugspitzlaufes über 18,3 Kilometer bevor, als sie sich von Ehrwald auf der Tiroler Seite des Berges aus auf den Weg nach oben machten. Gleich zweimal war dabei zudem die deutsch-österreichische Grenze zu überqueren. Einmal bei Hälfte der Strecke und einmal direkt vor dem Ziel auf der Gipfelplattform, nachdem die Läufer auch die Schlusssteigung, auf der es die letzten 400 Höhenmeter innerhalb nicht einmal 1,5 Kilometern zu erklettern galt, hinter sich gebracht hatten. Mit etwa einer halben Stunde sicherlich der langsamste Kilometer den Ralf Klink vom TSV Goddelau je in einem Wettkampf zurückgelegte. Der Rheudommtrombler, der den Start von Lauffreunden zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, benötigte dann auch mit 3:09:30 deutlich über drei Stunden für die Distanz, die er im Flachen in der Hälfte der Zeit laufen könnte, womit er noch im vorderen Drittel der fast 700 Bergläufer landete.
Schnelle Strecken zeichnen sich meist nicht nur durch geringe Höhenunterschiede sondern auch durch möglichst wenige, am besten auch weitgeschnittene Kurven aus. Denn mit jeder engen Ecke, die es mehr zu umrunden gilt, verliert man ein wenig an Rhythmus und Geschwindigkeit. Stadtläufe über mehrere Runden bieten dagegen meist zwar größeren Zuschauerzuspruch aber halt auch viele abrupte Richtungsänderungen. Und die Strecke der Dieburger Veranstaltung gilt sogar als besonders winklig. Deshalb konnten die vier Rheudommtrombler, die sich auf den Kurs durch die Gassen der Dieburger Altstadt begaben, mit ihren Leistungen ganz zufrieden sein. Am schnellsten aus dem Quartett war Herbert Schilz vom TSV Goddelau, der nach einer Knieoperation im Winter langsam wieder Anschluss findet. Nach 45:29 konnte er seine Stoppuhr abdrücken und wurde damit Siebter der M50. Sein Crumstädter Trainingskamerad Gerd Ziegler, in Dieburg für die BSG Merck unterwegs, konnte sich eine gute halbe Minute später (46:06) gar über den dritten Platz in der M60 freuen. Noch weiter oben auf dem Treppchen - nämlich auf der höchsten Stufe - stand knapp die dahinter einlaufende Marion Bünger, die als neunte Frau im Einlauf mit 46:11 die Altersklasse W35 für sich entscheiden konnte. Und auch Rolf Heiliger erzielte mit seiner 48:07 auf Rang sechs der M60 sowohl einen vordere Platzierung als auch eine gute Leistung.
Als er im vorigen Jahr Premiere feierte, führte der Mannheimer Marathon noch über zwei Runden durch die Stadt an der Neckarmündung. Doch gegenüber auf der anderen Rheinseite gibt es ja noch eine zweite Großstadt, die zum Ballungsgebiet Rhein-Neckar gehört und auch gerne am Marathon teilhaben wollte – Ludwigshafen. Mainz und Wiesbaden haben es beim Mainzer Marathon vorgemacht, dass eine Kurssetzung nicht nur durch zwei Städte sondern sogar durch zwei Bundesländer allen bürokratischen Hürden zum Trotz durchaus machbar ist. Und so führte die Strecke in diesem Jahr dann auch über die Landesgrenze von Baden-Württemberg hinüber nach Rheinland-Pfalz. Erkauft wurde der Ausflug über den Rhein durch zwei langgezogene Anstiege über die Kurt-Schumacher-Brücke, mit der die beiden Schwesterstädte verbunden sind. Nicht nur die Steigung stellte dabei ein Problem dar, auch der Zuschauerzuspruch war auf den langen Brückenrampen im Gegensatz zum Rest der Strecke praktisch gleich null. Und dass die zweite Passage ausgerechnet bei Kilometer 37 anstand, machte die Sache dann nur noch unangenehmer. Zudem wurde kurz darauf auch noch direkt am Ziel vorbeigelaufen, um zwei zusätzliche Kilometer mit einem Wendepunkstück zu schinden. So waren dann auch die beiden Rheudommtrombler, die in Mannheim dabei waren, nicht ganz glücklich über die Streckenführung. Schließlich ließen sowohl Jörg Pommeranz vom TSV Goddelau wie auch Marion Bünger vom TV Crumstadt auf der zweiten - schwierigeren – Streckenhälfte einiges an Federn. Die Crumstädterin kämpfte sich - nach einer Erkältung zudem noch nicht wieder ganz in Bestform - in 3:51:30 durch ihren zweiten Mannheimer Marathon und kam damit im Frauenfeld unter über dreihundert Teilnehmerinnen auf Gesamtplatz 54. Auch Jörg Pommeranz konnte sich mit seiner 3:24:10 trotz einer deutlich schwächeren Hälfte noch weit vorne platzieren. Gerade einmal 191 der knapp zweitausend gestarteten Männer liefen vor dem Goddelauer ins Ziel.
Gesamtsiege bei Volksläufen sind Jürgen Zehnder nichts Ungewöhnliches. Schon etliche davon kann das Aushängeschild des Rheudommtromler-Lauftreffs auf seinem Konto verbuchen. Auch fast alle lokalen Rennen – ob in Groß-Gerau, Rüsselsheim, Walldorf oder Mörfelden - hat er schon einmal gewonnen. Nur ein Volkslauf fehlt dem Crumstädter noch in der Titelsammlung - der am aller nächsten gelegene in Wolfskehlen. Regelmäßig landet er auch beim dortigen, immer am Freitag vor Pfingsten ausgetragenen Zehn-Kilometer-Lauf auf dem Treppchen, doch irgend einer ist immer schneller. Dass es dabei jedes Mal andere, meist nicht aus der Region stammende und ihm deshalb unbekannte Läufer sind, die ihn am Ende schlagen, macht die Sache nicht einfacher. Auch im Jahr 2005 setzte sich diese Serie des für den TSV Pfungstadt laufenden Rheudommtromblers fort. Wieder einmal traf er auf genau einen neuen - ihm allerdings klar überlegenen - Gegner. Und wieder einmal musste er nach 34:50 mit Gesamtrang zwei vorlieb nehmen. Auch die M30 konnte der Crumstädter gegen seinen fast gleichaltrigen Konkurrenten nicht gewinnen. Genau wie seine Frau Tanja belegte er in der Altersklassenwertung ebenfalls Platz zwei. Tanja Zehnder kam nach 41:50 exakt sieben Minuten später als Gesamtsechste des Frauenfeldes und Zweite der W30 ins Ziel. Vor ihr hatten vom Rheudommtrombler-Lauftreff noch Karl Auernhammer und Ralf Klink die Ziellinie auf der Wolfskehler Aschenbahn passiert. Während der Erfelder Auernhammer dabei als Dritter der M45 in 37:36 sein aktuelles Leistungsvermögen ausschöpfte, musste Ralf Klink vom TSV Goddelau, der normalerweise im gleichen Zeitbereich landen kann, schon früh mit Achillessehnenproblemen Tempo herausnehmen. Dennoch lief er in 39:45 das Rennen zu Ende. Schließlich war er zum zwanzigsten Mal in Folge in Wolfskehlen dabei und wollte diese Serie natürlich nicht reißen lassen. Direkt nacheinander tauchen Herbert Schilz und Marion Bünger in der Ergebnisliste auf. Eine wichtige Marke trennt die beiden allerdings. Der Goddelauer knackte nämlich mit 44:47 die fünfundvierzig Minuten, die Crumstädterin blieb nach 45:07 zum wiederholten Mal knapp darüber hängen. Mit 45:39 ließ sich auch Hans Polensky nur unwesentlich mehr Zeit. Und Volker Hans zeigte sich vom Mainz Marathon eine Woche zuvor gut erholt. Nach 46:29 konnte der für die Rheudommtrombler laufende Mainzer seine Stoppuhr anhalten. Nur die Hälfte der Distanz, also fünf Kilometer, lief Walter Jones beim eine halbe Stunde vor dem Hauptrennen gestarteten Jedermannslauf. Mit 26:44 kam der M60er als ältester Teilnehmer an diesem Lauf dabei genau in der Mitte des Feldes an.
Es war das Sportwochenende des Jahres für die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Am Samstag sicherten sich die Fußballer des FSV Mainz 05 für den Klassenerhalt in der Bundesliga und am Sonntag fand zum sechsten Mal der Gutenberg Marathon in ihren Straßen statt. Mit fast zehntausend Teilnehmern hatte man in der Fastnachtshochburg so viele Meldungen angenommen wie noch nie und sich damit endgültig die Kapazitätsgrenzen erreicht, wenn nicht gar schon überschritten. Nicht alle gingen allerdings über die volle Distanz, rund zwei Drittel aller Läuferinnen und Läufer nutze die angebotene Zwischenziele bei 21,1 und 28,1 Kilometer, also bei Halb- und Zwei-Drittel-Marathon. „Nur“ etwa 3200 Starter absolvierten auch noch die komplette zweite Runde und damit die klassischen 42,195 Kilometer. Von den Rheudommtromblern, die für den Gutenberg Marathon gemeldet hatten, bog allerdings kein einziger vorzeitig von der Strecke ab. Sowohl für Ralf Klink wie auch für Udo Graf fast eine Selbstverständlichkeit. Denn beide haben bisher noch keinen der Mainzer Marathonläufe versäumt und sind sozusagen „Gründungsmitglieder“ der Veranstaltung. Die beiden Stammgäste waren dann auch die ersten Lauftreffler, die sich wieder im Ziel an der Rheingoldhalle einfanden. Langstreckenspezialist Ralf Klink vom TSV Goddelau unterbot mit 2:58:20 zum zweiten Mal innerhalb von vierzehn Tagen die Drei-Stunden-Marke und kam damit auf einen Platz unter den ersten Achtzig im Gesamteinlauf. Und der für die BSG Merck startende Erfelder Udo Graf verbesserte seinen persönlichen Rekord auf 3:15:47, womit er ebenfalls sicher unter den ersten zehn Prozent des Feldes landete. Noch eine weitere Bestzeit galt es zu vermelden. Petra Seipel-Herb knackte nämlich die vier Stunden. 3:57:06 tauchten in der Ergebnisliste hinter dem Namen der Erfelderin auf. Das Ziel „einmal unter vier“ hatte sie damit zwar erreicht. Allerdings bleibt angesichts ihrer steigenden Leistungskurve abzuwarten, ob sie es wirklich bei dem einen Mal belässt. Erst kurz vor dem Ziel hatte sie dabei Volker Hans überholt. Der Mainzer, der in seiner Heimatstadt ebenfalls die vier Stunden anpeilen wollte, hatte unterwegs vielleicht ein klein wenig überzogen und musste deshalb noch auf der Zielgeraden mehrfach stehen bleiben. Die Uhr tickte natürlich unerbittlich weiter. Als er dann nach 4:01:29 endlich die Zeitmessung auslöste, hatte war seine persönliches Zeitziel schon knapp vorbei. Wie Volker Hans zählen auch Hermine Babinsky und Inge Mundschau eher zum erweiterten Kreis der Rheudommtrombler. Da sie nicht in einer der Riedgemeinden wohnen, absolvieren sie den größten Teil ihres Trainings allein und schauen nur gelegentlich beim Lauftreff vorbei. Während Hermine Babinsky mit 4:02:54 ebenfalls nur wenig an der Vier-Stunden-Grenze vorbeischrammte und sich damit erneut um einige Minuten verbesserte, hatte die eigentlich etwas schnellere Inge Mundschau bei ihrer 4:08:44 dann doch unerwartet Probleme. Dennoch kam sie auch noch im ersten Drittel des Frauenfeldes ein.
Als Jürgen Zehnder im Vorjahr den Fischbachtaler Volkslauf gewonnen hatte, sprach er von seinem ersten und gleichzeitig letzten Auftritt in der kleine Odenwälder Gemeinde. Nicht weil ihm die Strecke nicht gefallen hätte. Ganz im Gegenteil, mit ihrem ständigen Wechsel von auf und ab, Wiesen, Wälder und Dörfchen ist diese wohl eine der schönsten der Region. Doch der Lauf findet am Himmelfahrtstag statt und da hat der Crumstädter in der Regel anderes vor. Zu viele Feste locken. Doch man soll niemals „nie“ sagen. Im Jahr 2005 stand der Rheudommtrombler im Trikot des TSV Pfungstadt wieder an der Startlinie des Waldsportplatzes am Nonroder Hang. Schlechtes Wetter und absagende Begleiter hatten ihn bewogen, den Vatertag doch erneut sportlich zu verbringen. Erfolgreich war der Dreißigjährige dann auch wieder. Im Gegensatz zum Vorjahr fand sich kein auch nur annähernd gleichstarker Konkurrent. Mit einem Vorsprung von über drei Minuten auf den nächsten „Verfolger“ lief er nach 44:53 als überlegener Gesamtsieger ins Ziel. Ehefrau Tanja, die im letzten Jahr verletzungsbedingt nur mit dem Rad dabei war und die 12,5 Kilometer nun zum ersten Mal unter die Füße nahm, schlug sich kaum schlechter. 55:01 benötigte sie für ihren Ausflug. Gesamtrang zwei und der Erfolg in ihrer neuen Altersklasse W30 waren die verdiente Ausbeute. Ralf Klink vom TSV Goddelau ist dagegen absoluter Stammgast. Achtzehnmal ist er nun schon beim Volkslauf am Lichtenberger Schloss vorbeigerannt. Die letzten vierzehn Jahre in ununterbrochener Folge. Viel mehr Streckenkenntnis als der Goddelauer kann man nicht mehr haben. So weit vorne wie diesmal war er allerdings noch nie platziert. Als Vierter überquerte er trotz einer in der langen Reihe der zum Vergleich stehenden eigenen Zeiten eher durchschnittlichen Leistung in 50:43 die Ziellinie. „Nur“ Platz drei in der wie üblich am stärksten besetzten Altersklasse M40 konnte damit jedoch er verbuchen. Gerd Ziegler ärgerte sich dagegen über einen verpassten Treppchenplatz. Auf Rang fünf der M60 hatte der für die BSG Merck startende Crumstädter mit 1:04:21 zwar schon etwas deutlichere achtzig Sekunden Rückstand zum Dritten. Doch da er sehr langsam angelaufen war und am über einen Kilometer langen Schlussanstieg noch deutlich zulegen konnte, wäre vielleicht etwas mehr drin gewesen. Ein weiterer Rheudommtrombler, der sich in den letzten Jahren den Fischbachtaler Lauf fast nie hatte entgehen lassen, war auch auf der Strecke. Nach einer Knieoperation legte Heinz Pfeifer sie aber erst einmal nur im Wanderschritt zurück. Eine Kategorie, die im Odenwald ebenfalls - allerdings bewusst ohne Zeitnahme – ausgeschrieben ist.